Ich höre mit dem Bloggen auf...


                                                        "Ich höre mit dem Bloggen auf..."
 Dieser Satz stimmt jeden Leser neugierig und lässt aufhorchen. Die Gründe sind vielseitig und reichen von „ich bin nicht inspiriert“ bis zu „ich brauche eine Auszeit“.
Diese Sätze lese ich nur zu oft in meinem Dashboard. Blogs kommen und gehen, aber die meisten Blogs haben eins gemeinsam: 
Sie gehen.

Die Problematik:
Wir Blogger teilen uns gerne mit, inszenieren des Öfteren eine Welt des Perfektionismus, sind Ratgeber und wollen die volle Aufmerksamkeit und natürlich viele neue Leser.
Aber auf den Boden der Tatsachen ist das alles gar nicht so einfach. 
Die Leserzahl steigt zu gering, die Aufrufe steigen nur mäßig und die Kommentare lassen auf sich warten. Auch die Firmenanfragen bleiben aus.
Vergleichen wir uns mit anderen Blogs, folgt die Ernüchterung und schließlich die Enttäuschung. Da gibt es junge Frauen, die sich ihr Herz aus der Seele schreiben und mit einen nach dem anderen Post den Nagel auf den Kopf treffen. Aussagekräftige Fotos eines bildhübschen Gesicht mit einem Blick auf die Leserzahl tun ihr übriges. 
Ja, auch ich ertappe mich schändlicherweise manchmal auch bei dem Gedanken.

Aber was braucht ein Blogger um in dieser scheinbar  verdammt perfekten Welt durchhalten zu können? 

Survival Guide

Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom
Nein, ihr müsst nicht „verhaltensgestört“ sein, um in der Bloggerwelt bestehen zu können, aber ihr solltet schon über eine gewisse Portion Mitteilungsdrang zur Außenwelt verfügen. Ein Blog besteht im Idealfall aus einer Interaktion zwischen Blogger und Leser.

Inspiration und Kreativität
 Viele unterschätzen die Inspiration und Kreativität und klatschen einfach irgendwas auf ihren Blog ohne nachzudenken. Dabei will keiner wissen, ob ihr bei Oma euch grade den Bauch vollgehauen habt oder ob ihr euch nicht die Zähne geputzt habt. 
Versucht euch wirklich in die Lage zu versetzten, was ihr von einem guten Blog verlangt. Ich habe mir persönlich immer ein paar Vorbilder gemacht und versucht Design, Fotos und Inhalt mehr und mehr anzupassen. Perfekt ist es immer noch nicht ;)

Geduld
Viele Blogger haben einfach keine Geduld mit ihrem Blog und erwarten am Anfang viel zu viel. Dabei weiß doch jeder, dass Gutes seine Zeit braucht. Das Ziel eines jeden Bloggers sollte nicht sein viele Leser in möglichst kurzer Zeit zu erreichen, sondern Spaß am bloggen zu haben!
(wozu ich noch in meiner Survivalliste komme)

Mut zur Veränderung
Genauso wie ihr euch im Laufe der Zeit verändert, sollte sich auch euer Blog und eure Themen dementsprechend verändern, womit ich auch ganz schnell zum nächsten Punkt komme

Spaß am bloggen
Ohne Spaß am bloggen, braucht ihr auch nicht zu bloggen. Leider gibt es hierfür keinen richtigen, heißen Survivaltipp, aber ich kann euch wirklich nur den Tipp von grade ans Herz legen, dass ihr den Mut habt euren Blog nach euren Interessen zu verändern. Wenn ihr mit vollem Herzen dabei seid, merken das auch andere :)
Dennoch solltet ihr immer für euch bloggen und nicht für eure Leser. Leser zu gewinnen sollte nur ein Nebeneffekt des Bloggens sein ;)

Leidensgenossen 
Glücklicherweise gibt es immer viele Neuankömmlinge in der Bloggerwelt, die noch nicht genau wissen, worüber sie bloggen wollen und sich ausprobieren. Sucht euch "einfach" ein paar „Leidengenossen“ und tauscht euch über eure Erfahrungen aus. Mit der Zeit entwickelt ihr ein Gefühl dafür, was euch interessiert und was euren Lesern gefallen könnte.
 Was sind eure Survival Tipps? :)

Kommentare:

  1. Wirklich sehr schön geschrieben! Ich sehe es auch so, dass Leser ein ganz toller "Nebeneffekt" sind und ich freue mich jedesmal wahnsinnig, wenn ein Neuer dazu kommt. Es ist eine tolle Bestätigung! Man sollte sich selber treu bleiben und sich nicht der Masse anpassen....wie Du so schön geschrieben hast "Gutes braucht Zeit" :)

    LG Yvi

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  2. Ich finde du hast es total auf den punkt gebracht. Mich nervt das total wenn Leute ihren blog löschen weil sie nicht genug leser haben, oder keine kommentare bekommen.. So ein schwachsinn. Dafür bloggt man einfach nicht meiner Meinung. Wenn ich mal keine Zeit habe dann fällt das Bloggen aus. Aber ganz löschen? Niemals!!
    Du hast hier echt super Anregungen geschrieben :)

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  3. Find ich schön, dass jemand mal das Thema aufgreift :)
    Tipps gibt's bei mir wohl noch keine, bin selber noch sehr neu, hab erst im Januar angefangen.... Bisher muss ich sagen macht es mir sehr viel Spaß, vor allem weil ich einfach auch die persönliche Entwicklung sehe was schreiben und fotographieren betrifft!
    Viele Leser habe ich noch nicht aber man freut sich wirklich über jeden und über jedes Feedback :)

    Liebste Grüße, Ann-Cathérine

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  4. Ich hab irgendwann auch aufgehört mir den Stress zu machen :-) Ich freue mich über Kommentare und Klicks, weiß aber auch, dass ich selbst oft stöbere, ohne einen Blog zu abonnieren oder einen Kommentar zu hinterlassen - so ist das eben. So lange man selbst von dem profitiert, was man tut, sollte man sich nicht so abhängig machen von der Meinung anderer.

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  5. Danke für diesen tollen Post ♥
    Ich kenne selber, wie frustrierend es sein kann, wenn sich niemand für deinen Blog interessiert... gerade fehlende Kommentare versetzen mir immer wieder einen Stich ins Herz...schließlich wollen wir uns doch austauschen und liebe Leute kennen lernen oder?
    Da hilft leider nur...selber aktiv werden ! Keiner findet euren Blog, wenn ihr nicht selber auf euch aufmerksam macht. Schreibt fleißig selber Kommentare (wenn ihr etwas zu sagen habt!!!) , seid in Foren aktiv und seid einfach offen für Neues und freundlich zu anderen :)
    Dann kommt das von alleine.

    Mein Blog war auch eine lange Zeit eingeschlafen, von selber findet den ja keiner wieder...da hilft nur Durchhaltevermögen und selber aktiv werden :)

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  6. Gutes Thema und dazu ein toller Post von dir. Ich kenne das auch nur zu gut. Ich blogge schon ziemlich lange und habe schon einie Blogs aus genau diesen Gründen aufgegeben. Total schade drum, da ich so ganz viele Leser verloren habe. Wenn ich jetzt mal so eine 'Phase' habe, dann überlege ich mir was ich an meinem Blog bzw. meinen Posts ändern muss, damit ich wieder Spaß dran habe und meistens helfen dann schon Kleinigkeiten.

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  7. Hallo Jasmin.
    Ein sehr schöner Artikel und toll geschrieben. Da ist etwas wahres dran! Ich kenne das von mir.
    Ich habe ja einen Blog in einer ziemlich abgelegenen Nische. Literatur und dann nicht einmal Buchempfehlungen/Rezensionen, sondern ich schreibe über meinen Weg zu einer fertigen Geschichte. Anfangs dachte ich, damit gehe ich total unter zwischen den Beatyblogs und Buchrezensionen.
    Mittlerweile merke ich: Das Gegenteil ist der Fall. Damit fällt man auf, das ist etwas Neues. Frischer Wind. Danach suchen die Leute! Mit Beauty & Co ist die Blogwelt maßlos übersättigt.
    Was ich sagen will: Habt Mut für Neues, das auch auf den ersten Blick niemanden zu interessieren scheint. Seid nicht Mainstream :) Die Blogleser wollen mehr Abwechslung!
    Liebe Grüße
    Ben

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  8. Ein sehr gelungener Post.
    Das Erfolgsrezept ist meiner Meinung nach, wie du ebenfalls erwähnt hast, die Einbindung der Leser in den Blog. Dazu gehört zum Beispiel auf Kommentare zu antworten, Wünsche einzugehen, und Kritik (falls sie berechtigt ist) zu ertragen.
    Dies zeigt zugleich das Interesse zu seinen Lesern, was dann meistens auch positiv verrechnet wird.

    Liebe Grüße

    Viviane

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  9. Hi :-)

    Danke für deinen lieben Kommentar.
    Ja, natürlich hast du Recht, das man sehr viel Zeit investieren muss und natürlich darf der Spaß dabei nicht fehlen. Auch ist vieles leichter gesagt als getan, sowas braucht Zeit.

    Liebe Grüße, Tenzi

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